Wir wünschen einen wunderbaren Start in die Woche mit diesen fünf brandaktuellen Indie-Perlen für alle Pitchfork-Fanatiker:

 

Diamond Youth – Spinning

Die Newcomer Diamond Youth zitieren als musikalische Einflüsse alles von 90s-Alternative wie Weezer oder Queens of the Stone Age, über Rock-Acts wie die Foo Fighters, bis hin zu den Beach Boys. Und das spürt man auch, verbindet ihr Erstling Nothing Matters doch lässige Rockgitarren mit sommerreifen Pop-Hooks. Catchy, entspannt, unverbraucht:  Diamond Youth machen astreine Strandmusik, und es wäre ihnen gegönnt, wenn sie in ihrer Karriere noch so einige Wellen schlagen.

 

The Sidekicks – Jesus Christ Supermalls

The Sidekicks aus Ohio sind so etwas wie der verloren gegangene Zwillingsbruder der Band of Horses. Das im Januar erschienene Album Runners in the Nerved World ist in weiten Teilen eine ruhige, melodiegetriebene Angelegenheit mit dem einen oder anderen Ausflug in temporeicheres Gefilde. Der größte Trumpf ist Sänger Steve Cioleks wohlig-warmer Gesang, der auch auf Runners wieder nachdenkliche, sensible Lyrics zum Besten gibt.

 

San Fermin – Emily

San Fermin könnten dem einen oder anderen als Vorband von Indietronica-Phänomen Alt-J ein Begriff sein. Kopf der Gruppe ist Musikkomponist-Mastermind Ellis Ludwig-Leone, der auch für das aktuelle, zweite Album Jackrabbit wieder keine Mühen gescheut hat, und für eine Mehrzahl der Lieder beinah komplette Orchesterpartituren verfasste. Kritisiert für einen beizeiten überladen anmutenden Sound, finden sich aber auch auf Jackrabbit wieder einige Perlen, wie das von Blechbläsern und dualen Vocals getriebene Emily.

 

Turnover – Dizzy on the Comedown

Turnover aus Virginia Beach schütteln auf ihrem zweiten Album Peripheral Vision ihre alten Punk-Wurzeln ab. Wie Bassist Danny Dempsey im Interview erzählt, begannen sie ihre Karriere mit Konzerten in Skateparks und Szenekellern und eiferten dabei 90s Pop-Punk Ikonen wie Saves the Day nach. Nun gibt es die Kehrtwende, und Peripheral Vision überzeugt mit stimmungsvollem, verträumtem Sound und durch und durch reiferem Songwriting.

 

Butch Walker – Autumn Leaves

Der Mittvierziger Butch Walker hat musikalisch schon einiges erlebt. Er begann seine Karriere in den Achtzigern als Teil von Glam Metal und Hardrock Acts, erfand sich in den Neunzigern neu als Frontman des Power-Pop-Trios Marvelous 3, und startete in den 2000ern schließlich seine Solokarriere als Singer-Songwriter. Eine gute Handvoll Alben später erschien dieses Jahr nun Afraid of Ghosts, auf dem Walker seine Qualitäten als emotionaler Geschichtenerzähler mit einschlägigen hochpersönlichen Thematiken unter Beweis stellt.

————————

Diese Songs sowie über 250 mehr findet ihr wie immer auch in unserer Spotify-Playlist.