Jeden Montag hauen wir euch 5 tolle Tracks um die entzündeten Ohren.  Heute mit dem exquisiten Musikgeschmack von Doktor Egbärt.

Playmodul – Canula

Gut, weil unerwartet und interessant und zeitlos. Passt zu undefinierbaren Stimmungen und Bauchgefühlen,  wo man nicht so richtig weiß, wie ´s einem eigentlich gerade geht. Gut, weil der Song einen nicht zum Nachdenken kommen lässt. Zumindest nicht in Worten und doch entsteht das Gefühl, man würde etwas verarbeiten. Playmodul ist einer der Gründer von ZCKR Records (independent electronic music label) und eben ein DJ,  sonst weiß ich nicht viel über ihn und werde auch nicht so tun. Ich hab die Platte geschenkt bekommen und sie gefällt mir.

Whitest Boy Alive – Done with you

Ja Ja, natürlich schon super alt aber „Done with you“ höre ich immer wieder ziemlich gerne. Gerade wenn ich genervt und gereizt bin, hab ich das Gefühl, der Song nimmt einen durch den sich langsam steigenden Anfang auf so eine Welle mit und gibt einem das Gefühl davon zu kommen. Das Lied höre ich gerade ständig, wenn ich die Massen in den U-Bahnschächten nicht mehr ertrage- Leute die mir den Weg kreuzen, mich einquetschen und die Linie zum Schacht immer enger wird. Dann bin ich zack weg-  in großen Schritten super cool die Treppen hochhechtend.

Trentemøller feat. Kazu Makino – Morphine

„Morphine“ ist der achte Track auf Trentemøllers neuem Album „Lost“.  Leider hab ich das neue Album noch nicht und hab mich lediglich ein bisschen durch ein paar im Netz zu findende Songs gewühlt. Aber das Album hat gute Kritiken bekommen. Ich mag Trentemoller, weil mich die Musik irgendwie beruhigt und trotzdem weiter bringt. Mit Trentemoller als Hintergrundkulisse bin ich häufig produktiver: kann denken, aber auch Pause machen- mich zurück lehnen und die Düsternis genießen.

Molly Nilsson – Whisky Sour

Molly Nilsson arbeitete viel an der Garderobe im Berghain. Und Irgendwie scheint man diese Stimmungen zu spüren, immer bis zum Schluss ausharren zu müssen-  bis auch die letzte Jacke verschwunden ist. „Whisky Sour“  bietet eine wohlige Basis für leidenschaftliche Selbstmitleidsattacken… so nach ein paar Bieren zu viel leicht angedeprie-t auf dem Bett liegen und aus dem Fenster starren- und würde ich noch, ich rauchte eine Zigarette dazu.

King Krule – Octopus

Hier einer, der gerade ziemlich `hip`ist… Ich sag jetzt nicht, „verdammt und der ist erst 19!“
Aber echt mal, krasse Stimme. Und irgendwie sind die Lieder erfrischend, weil sie ständig um die Ecke biegen und von der Struktur her weniger voraussehbar sind.
War auf ´m Konzert neulich. Hab gemerkt, dass es kein beschisseneren Konzertort gibt, als das Magnet. Aber Krule war seeeehr gut.