Jeden Montag legen wir euch, wie Mutti die Anziehsachen, fünf Lieder raus mit denen ihr durch die Woche kommen sollt. Ihr müsst sie nicht mögen, aber anprobieren könnt ihr sie ja wenigstens. Heute komplett ohne roten Faden von Doktor Eck.

Balthazar – Joker’s Son

You did bring the fire to my wooden room / You did bring the flame to line it’s gloom / How I sang

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich in keinem meiner Mixtapes bis jetzt Balthazar erwähnt habe. Eine Frechheit meinerseits, da sowohl ihr Debut Applause als auch das Follow-Up Rats jeweils kleine Meisterwerke waren. Gerade heute haben Balthazar übrigens ihre neue Single veröffentlicht, das entsprechende Album kommt am 30. März. Da das natürlich in der Albenvorschau März vorkommen wird, gibt es an dieser Stelle aber mein Lieblingslied von den belgischen Indiepoprockern.

Oscar and the Wolf – Undress

You know you got me / By the kiss of the lion I’m on fire, man / I’m ready so come give me what you are / I wanna live it with you / One thing left on your body I can undress

Wenn wir schon mal da sind, bleiben wir doch noch kurz in Belgien. Denn ebenfalls von dort stammt mein persönlicher, unangefochtener Track der Woche. Ob das jetzt Dream Pop, Baroque Pop, PBR&B, hipster R&B oder sonstwas ist soll uns an dieser Stelle mal komplett egal sein. Auf jeden Fall kann ich das Debut-Album Entity jedem nur wärmstens empfehlen der auf Melancholisches à la The Weeknd steht. Die deutschen Termine ihrer aktuellen Europa-Tour liegen leider schon in der Vergangenheit, aber es gibt sicher ein nächstes Mal. Ich freu mich drauf.

Rival Sons – Destination on Course

Suddenly refine / You turn the hands of time / Only to unveil / Your hands have slipped from the rail

Wüsste man nichts über die Rival Sons würde man sie vermutlich irgendwo in die späten 60er-Jahre packen. Und sich damit leicht verschätzen. Es gibt die Truppe aus Long Beach, California nämlich erst seit 2009, und das aktuelle Album Great Western Valkyrie, auf dem auch der obige Song zu finden ist, erschien im Juni 2014. Hier wird das gute alte Blues-Rock-Rad zwar nicht gerade neu erfunden, es rollt aber mindestens genauso rund wie seine mittlerweile locker 50-jährigen Vorfahren. Großartige Nummer, und wer was anderes behauptet ist eben doof. So.

I Am Kloot – To the Brink

And I raise a glass, a smile or two / This stuff strips the light from your bones / And I would like to leave with you / But I stay alone

Den will ich schon seit längerer Zeit mit in einen Mixtape Monday packen, so richtig reingepasst hat er bis jetzt aber nirgendwo. Das tut er hier auch nur so halb, aber ich glaube besser wird es nicht mehr. Wunderschön melancholischer „Nachts-nach-Hause-laufen“-Song, gerne auch ein bisschen angeschwipst. Apropos „I know a place called the brink“, falls jemand eine Kneipe aufmacht die „Rand“, „Kante“ oder „Rand des Abgrunds“ heißt, komme ich bestimmt mal vorbei.

Birth of Joy – Three Day Road

You got green light to spread your wings like an eagle / What are you waiting for? / Well tonight’s the deadline / You wish that you could stand up / You got this riddle solved

Letztes Jahr habe ich Birth of Joy nur auf Grund des Namens und den ersten zwei Minuten von Three Day Road spontan live gesehen und wurde nicht enttäuscht. Das Trio aus den Niederlanden liefert grundsoliden Psychedelic Rock mit Orgel, und das gesamte 2014 erschienene Album Prisoner geht wunderbar ins Ohr. Wie im Video schon angedeutet eignet sich der Song sicher für das ein oder andere Dosenbier am Lagerfeuer irgendwo am See. Zeit, dass es wieder Sommer wird.

 

Das war der Mixtape von dieser Woche. Super Tracks? Alles Scheiße? Meinungen und eure Songs der Woche in die Kommentare, wenn ihr euch traut!