Du weißt doch eh nicht mehr, was du noch hören sollst, oder? Dann halt dich einfach an unseren #NEWHOTSHIT. Der bringt dich auch diese Woche wieder tanzend und lallend ins Wochenende.

 

Foals – Rain

Die Oxforder Math-Rocker Foals, die im letzten Jahr mit What Went Down eine wunderschön gedämpfe Rock-Platte veröffentlicht haben, beglücken uns zum Record Store Day 2016 mit „Rain“. Viel Hall, viel Echo, viel Gejammer. So kennen und lieben wir die Bengel. Übrigens kann ich jedem nur empfehlen, den Presse-Text zu diesem Release zu lesen. So eine selbstverliebte, sich an den absoluten Mainstream anbiedernde Scheiße, ist mir lange nicht unter die Augen gekommen. Aber das macht die schöne Musik ja nicht kaputt.

 

Rostam – Gravity Don’t Pull Me


Man könnte ihn glatt bemitleiden, diesen Rostam: Wohl in 10 Jahren noch wird jedes Laptop-Party-„Zieh dir mal den geilen Track hier rein“-Gespräch und jeder Musikfan-Blog-Artikel über ihn den eingeschobenen Nebensatz „-ehemaliges Mitglied von Indie-Rock-Quartett Vampire Weekend-“ enthalten. Die größte Mühe, sich von seiner Vergangenheit zu distanzieren und ein neues Image aufzubauen, macht sich der Kerl allerdings auch nicht: „Gravity Don’t Pull Me“ ist ein Synthie-Traum mit bekannt-leidendem, hohen Gesang über Herzschmerz vermischt mit Unsinnigkeiten, dessen Strophen-Melodie ein bisschen von Nelly Furtado abgekupfert ist. Eine Prise Pop-R’n’B hat noch nie geschadet.

 

Rogue Wave – California Bride

Ach, guck mal! Sowas muss es doch wohl auch geben. Musik zum verliebt Fahrradfahren. Es riecht nach Monsun, obwohl Du in Brandenburg lebst, du freust dich auf die Sommerferien, obwohl du 27 bist und so richtig geht die Sonne erst morgens um sieben unter. Und dann fängt dieses billigste aller Gitarrenriffs an: Däöng-Däng-Dööö-Döng. Und du begreifst: Ach DESWEGEN hab ich früher immer Indie-Rock gehört! SO hat sich das angefühlt! Das neue Rogue Wave-Album trägt übrigens den blöd-schönen Namen Delusions of Grand Fur und kommt am 29. April.

 

Glint – Inverter

High-School-Dropout und Ex-Broadway-Schauspieler Jase Blankfort macht seit 2006 sphärische Rockmusik unter dem Pseudonym Glint. Heute erscheint das Album Inverter. Der angenehm post-rockige Pop-Song „While You Sleep“ fungiert als zweite Single-Auskopplung.

 

MMOTHS – Luneworks

Luneworks ist der erste Langspieler von Jack Colleran, der seinen ersten Track 2010 mit einer Demo-Version von Ableton Live produziert hat. Unter dem Namen MMOTHS baut er Klangteppiche irgendwo zwischen Minimal-Techno, zu viel Rotwein und sich-nachts-im-Wald-verlaufen-haben. Intimer wird’s nicht. Die Scheibe ist seit heute im Handel.

Autoren: Doktor Schwarz: MMOTHS, Rogue Wave, Foals, Glint // Doktor Delta: Rostam