Einmal im Monat habe ich das Gefühl, dass die Menschen komisch werden. Und wenn ich dann in den Himmel schaue, bestätigt sich mein Verdacht: schon wieder Vollmond! Der Mond scheint einen großen Einfluss auf das Verhalten meiner Mitmenschen zu haben. Immerhin beeinflusst er ja auch den Tidenhub und inspiriert immer wieder Künstler, über ihn zu schreiben. Warum das so ist? Keine Ahnung.

Höchste Zeit, sich einmal der Mondmusik zu widmen!

Diese und 300 weitere Lieblingslieder der Redaktion, findest Du auch in unserer Playlist auf Spotify.

Frank Sinatra – Fly me to the moon

Obwohl sie die einhundertste Neuauflage des Liedes von Bart Howard ist, bleibt Sinatras Version die bekannteste. Und das nicht ohne Grund: Buzz Aldrin spielte diese Aufnahme auf einem portablen Kassettenrecorder, als er als erster Mensch den Mond betrat. Ob das die Außerirdischen da oben tatsächlich gehört haben, ist mir nicht bekannt, aber der Gedanke zählt!

 

The Moon Song – Karen O and Ezra Koenig

Das Lied aus dem Film Her war für einen Oscar nominiert, verlor letzten Endes aber gegen Let It Go aus dem Disney-Hit Frozen. The Moon Song gibt es in drei Variationen: Einmal in der Single Version von oben, einmal nur von Karen O gesungen, wie er im Abspann des Films vorkommt und einmal im Film, gesungen von Scarlett Johansson und Joaquin Phoenix. In allen Versionen schafft das Lied es aber, die Stimmung des Films einzufangen – seine beste Szenen spielen in den Abendstunden oder nachts.

 

Eclipse – Pink Floyd

Das letzte Stück auf der berühmtesten Platte von Pink Floyd. The Dark Side Of The Moon sollte man als Konzeptalbum eigentlich nicht in Einzeltracks zerlegen – ich tue es für dieses Mixtape trotzdem! Ich habe das Lied gewählt, welches mit meinem Lieblingszitat das Album beendet und ihm auch seinen Namen gibt.

Das Zitat kommt vom Pförtner der Abbey Road Studios in London. Auf Nachfrage, was er von der Dunklen Seite des Mondes halte, sagte Gerry Driscoll nur: „There is no dark side in the moon, really; as a matter of fact it’s all dark.“ Sein darauf folgender Satz „The only thing that makes it look alight is the sun.“ wurde leider nicht mehr aufgenommen.

 

Hijo de la luna – Mecano

Nicht nur Werwölfe heulen laut Mythen und Legenden den Mond an, auch Hexen und andere übernatürliche Kreaturen wenden sich an ihn – oder an sie, je nachdem, in welcher Sprache wir uns bewegen. Das Lied der spanischen Pop-Band Mecano war in Deutschland zumeist in der Coverversion von Loona zu hören. Es erzählt diese Geschichte:

Eine Frau geht einen Handel mit dem Mond ein: Für die Liebe eines Mannes verspricht sie dem Mond ihr erstgeborenes Kind. Das Kind ist allerdings so sehr ein Kind des Mondes, dass der Vater seine Vaterschaft anzweifelt, die Frau umbringt und das Kind auf einem Hügel aussetzt. Der Mond nimmt sich des Kindes an und beschützt es. An Vollmondtagen geht es dem Kind am Besten – an den anderen Tagen wiegt die Mondsichel das Kind, um es zu beruhigen.

 

(There ought to be a) moonlight saving time – Guy Lombardo & The Royal Canadians

Zusammen mit seinen Brüdern war Guy Lombardo einer der berühmtesten Big-Band-Leader, dessen Version von Auld Lang Syne noch heute Jahr für Jahr an Silvester am Times Square gespielt wird. Im Winter werden die Tage kürzer, im Sommer soll uns die Daylight Saving Time den Tag künstlich verlängern. In diesem Lied wird darum gebeten, doch bitte eine „Moonlight Saving Time“ einzuführen, damit „die Zeit der Liebenden“ verlängert wird. Immerhin sei „der Mond der Grund für jede Umarmung und jeden Kuss“.

Zu welchen Liedern heult Ihr den Mond an? Schreibt sie uns in die Kommentare!